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Prolog und Einleitung von: Wer Gott findet (Buch)

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Buch Cover von Brian Neuhöfer

TEIL I – DIE SUCHE

Prolog

Wer bin ich?

Reisebeginn

Irgendwo muss es doch Antworten geben

Kategorie 1: Wissen

Kategorie 2: Psychologie

Kategorie 3: Meditation

Kategorie 4: Geld und Erfolg

Die Falle in Esoterik, Spiritualität und Glaube

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TEIL II – DER BRUCH

Der Winter

Die Wendung der Seele

Das Licht

War es alles eine Lüge?

Die Tür

Angst vor Gott

Neugeboren

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TEIL III – DIE ANTWORT

Verlangen

Sünde

Beziehung

Zweifel

Nichts

Liebe

Wie kann es unwichtig sein?

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TEIL IV – EINORDNUNG & ERKENNTNIS

Die Märchengeschichte

Kritik am Glauben

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TEIL V – TRANSFORMATION

Alles wird neu

Über die Liebe

Die Bürde

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TEIL VI – AUSBLICK

Zukunft

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Epilog




Prolog


Ein kalter Windzug schneidet seine Nase. Er blickt hoch – nichts. Der Himmel steht still. „Ich kann also noch weiter arbeiten.“ Neben ihm lag seine abgewetzte Schaufel. Viel zu lange grub er schon an diesem Ort. Und auch wenn er in seiner sturköpfigen Natur nicht aufgeben würde, hinterfragte er allmählich seinen Arbeitsauftrag. „Seit Jahren erzählen sie mir, dass ich hier fündig werde.“ Schweiß tropfte von seiner Nase, die Haut mittlerweile ledrig und trocken. Jeden Morgen marschierte er eine Meile zu seiner Grabungsstätte, mit nichts mehr als einer Schaufel im Gepäck. Sieben Jahre schon. In der Vergangenheit wurde er dafür von seinen Konkurrenten belächelt. Doch Layf wusste, dass der Reichtum dieser Insel knapp unterhalb der Oberfläche lag. Kein Wunder, dass er der Einzige war, der diesen Auftrag annahm. Die Konkurrenz verspottete ihn. Die, die ihn geschickt hatten, respektierten ihn – für seine Beharrlichkeit. Eine eigenartige Kombination. Doch all das wurde von Tag zu Tag unwichtiger für ihn. Denn mit dem ersten Vogel begann seine Mission. Alleine. Tag für Tag. Graben, Ausheben und Weitergehen.


An einem seiner letzten Expeditionstage floh er mittags vor der Sonne. Etwas erreichte ihn aus der Ferne. Ein langgezogener Ruf, direkt aus dem Wald. Fremd. „Kein Mensch. Kein Tier.“ Instinktiv griff er zur Schaufel. Er hetzte los. „Ich bin doch alleine auf dieser Insel.“ Kein klarer Gedanke mehr. Nur ein Bild vor Augen: seine verstorbene Frau. Doch das Adrenalin gewann, und er erhöhte das Tempo. „Nur noch dort vorne über die Steinwand, dann bin ich auf der Lichtung.“ Er rannte. Kurze Sprünge über die ersten Steine, und während seine Kleidung mittlerweile in Schweiß getränkt war, stand die Mittagssonne im Zenit. Sein Körper kannte das Klima – und sein Geist die Gefahren. Immer wieder hörte er von Unfällen aus dem Kollegenkreis, weil sie unachtsam wurden. „Die Hitze hat sie gebrochen. Ich kenne meine Insel.“ Ein letzter Sprung, dann war er auf der Lichtung. Layf kannte diesen Weg. Er hörte nur noch seinen Puls, setzte also einen Fuß vor den anderen, blickte ein letztes Mal auf seine Stiefel und sprang. Sein Körper hob ab, nur einen knappen Meter, und doch kippte sein Oberkörper plötzlich. Er verlor die Kontrolle. Ein heftiger Schmerz in der Hüfte. Schwindel und ein letzter Gedanke: „Ich bin doch alleine auf der Insel.“


Das Nächste, was er sah, war eine in Nebel getränkte Landschaft, die genau der Insel glich. Doch sein Körper war ungewohnt leicht. Ein Blick auf seine Füße. Sie waren in einem eigenartigen Schleier. Auch seine Hände und Arme waren nahezu transparent. „Aber ich kann sie spüren.“ Es war weder beängstigend noch seltsam, nein, es fühlte sich sogar eher so an, als wäre das sein natürliches Dasein. Nur ohne Gewicht. Während er verblüfft seine Hände anstarrte, weckte ein grelles Licht seine Aufmerksamkeit. Einige hundert Meter entfernt stand es wie eine Säule zwischen den Baumkronen. „Dort vorne im Wald, da kam der Ruf her!“ Er wollte gerade zum ersten Schritt ansetzen, als ihm schwarz vor Augen wurde. Ein eigenartiges Pochen. Er fühlte seine Gliedmaßen wieder. Die Augen gingen auf. Sein Bewusstsein kam zurück. Der Schmerz kam. Dann sah er es. Sein Magen zog sich zusammen. Zu viel auf einmal. Er blickte herunter und sah nur noch seine Knie. Adrenalin. Ruckartig krabbelte er rückwärts die Felswand hoch und zog seine Unterschenkel aus der Felsspalte. „Das hätte mich das Leben gekostet.“ „Habe ich geträumt? Nein, dafür fühlte es sich zu natürlich an.“ Nichts passte zusammen. Er drehte den Kopf und sah die Lichtung. Sofort kam ihm das Licht in Erinnerung. „Was war das?“ Er erinnerte sich an den Ruf. „Vielleicht ein Mensch. Vielleicht ein Tier.“ Tempo. Auch wenn seine Kräfte geschwächt waren. Der Weg war nicht mehr weit, und er konnte die ersten Büsche sehen, die den Waldeingang säumten. „Immerhin habe ich meine Schaufel nicht verloren.“ Sein Herz hämmerte. Er drängte sich durch die Büsche und hatte freien Blick auf den Ort, von dem das Licht erschienen sein musste. Er kniff die Augen zusammen, suchte den Ort ab. Drei gewaltige Bäume. In perfekter Ordnung. Ein Dreieck. Wie Wächter. Langsam schritt er vor und näherte sich der Stelle. Ringsherum waren überall Bäume, doch diese drei schienen wie angeordnet zu sein. Ein seltsamer Ring umgab sie. Kein anderer Baum kam ihnen nahe. „Wie ein Rettungsring, den man ihnen übergestülpt hätte.“ Das Licht war nicht zu sehen, und trotzdem lag eine eigenartige Atmosphäre über diesem Wald. Schritt für Schritt kam er diesem ungewöhnlichen Dreieck näher. Er kannte diesen Ort. Ohne je hier gewesen zu sein. „Ich muss in die Mitte.“ „Ich brauche Überblick.“ Der Waldboden war von Laub übersät, was typisch für diese Jahreszeit war. Layf wusste, dass er nicht mehr viel Zeit auf der Insel hatte, bevor der Winter einbrach. Solche Gedanken ließ er sonst nicht zu. Ein letzter Schritt durch das Laub, er blickte hoch und stand inmitten der Bäume. Seine Aussicht ernüchterte ihn. „Weder ein Licht noch irgendetwas Bedeutendes.“ Doch seine Intuition blieb. Er suchte. „Ich gehe noch einmal zurück zur Felswand, vielleicht kann ich von dort mehr sehen.“ Mit seiner Schaufel auf dem Rücken stapfte er los, als er plötzlich etwas unter seinen Füßen spürte. „Der Boden stimmt nicht.“ Noch immer in der Mitte der Bäume stehend, zückte er seine Schaufel und fing an, die ersten Laubschichten abzutragen. „Ungewöhnlich viel Laub … und was ist das? Sand?“ Hastig begann er zu graben und stieß auf ungewöhnlich konzentrierte Mengen Quarzsand. „Diese Mengen, so konzentriert, außerhalb eines Flusses, Strandes oder einer Wüste?“ Doch er buddelte weiter. Circa einen halben Meter unterhalb des Sandes. Widerstand. „Tonk, tonk“, meldete die Schaufel. Layf kniete sich hinunter, streckte den Arm hinein und erfühlte etwas Kaltes, Lehmartiges. „Ein Griff.“ Langsam hob er mehr von dem Sand aus und befreite seinen Fund. Schaufel für Schaufel erkannte er, was er dort freilegte. „Ein Tonkrug, sehr leicht, ca. 30–40 cm hoch, jedoch mit Gips versiegelt.“ Für Empfindungen und Gefühle war kein Raum. „Ich muss wissen, was da drinnen ist.“ Vorsichtig zog er den Krug heraus, stellte ihn neben sich ab und atmete einen Moment durch. Erst jetzt wurde sein Kopf klar. „Diese Lichtsäule … dann diese Bäume … und jetzt dieser Krug?“ Er schüttelte leicht den Kopf. Das passte nicht zusammen.

Ehrfürchtig starrte er auf den Krug. Pergamente. Gold. Knochen. Vorsichtig setzte er am Deckel an. Es gelang ihm nicht. Vorsichtig kratzte er an der Gipsversiegelung herum. Kein Erfolg. „Was auch immer in diesem Krug überlebt hat, es wird sicherlich nicht kaputtgehen, wenn ich das Gefäß vorsichtig zerschlage.“ Er legte den Krug auf die Seite und setzte zu vorsichtigen Schlägen mit der Schaufelspitze an. Ein Schlag nach dem anderen traf den Krug, doch es passierte nichts. Seine Geduld riss. Der Krug war zäh. „Alte Schriften.“ „Dann eben mit ein wenig mehr Gewalt.“ Er setzte zu einem härteren Schlag mit der Schaufel an. Wieder nichts. „Ich schmeiß ihn auf den Stein.“ Doch auch der Stein konnte dem Krug nichts anhaben. „Völlig unverständlich, dem Material nach wird es eine Lehm-Kalk-Mischung sein. Unmöglich, dass ich ihn nicht zerbrechen kann.“ Ganz gleich, was Layf auch probierte, der Krug hielt stand. Nicht ein Riss, nicht einmal ein Kratzer. „Dann brauche ich eben anderes Werkzeug.“ Zurück ins Camp. Mittlerweile war die Sonne fast untergegangen. Er scharrte das restliche Holz zusammen und entzündete hastig ein Feuer. „Ich brauche den Pickel.“ In seinem Camp hatte er allerlei Ausrüstung. Er fixierte den Krug auf einer seiner Arbeitsbänke, suchte die sensibelste Stelle heraus und holte zum Schlag aus. Der Pickel prallte ab. Keine Reaktion. Er probierte es einige Male erneut. Kein Erfolg. Es war, als wäre der Krug absolut bruchfest. Layf analysierte jede Rohstoffmöglichkeit und kam zu keinem Ergebnis. „Ton- und Lehmkrüge dieser Art wurden in den letzten Jahrhunderten lediglich mit Kalk, Sand und Schiefermehl präpariert.“ Ungläubig starrte er den Tonkrug an. „Wie öffne ich dich?“ Er stellte den Krug neben sein Lagerfeuer, setzte sich hin, ließ den Blick auf ihm verweilen und atmete tief durch. Minuten vergingen, während das Feuer neben ihm aufloderte. Der Tag fiel von ihm ab. Zum ersten Mal seit dem Sturz spürte er seinen Körper wieder. Die Stirn noch verkrustet, ein wenig blutig, und die Muskeln ermüdet. Wieder musste er an die Sequenz nach dem Sturz denken … er erinnerte sich an das Licht, sah seine durchsichtigen Hände noch einmal vor sich und war von all dem seltsam berührt. Wieder das Bild seiner Frau. Ihr Lachen vor seinen Augen. Er verlor sich für einen Moment. Etwas öffnete sich in seiner Brust. Und ohne darüber nachzudenken, flüsterte er still: „Bitte.“ Und schlagartig erklang neben ihm ein Schhhhhh-plopp. Der Krug öffnete sich, und der Deckel rutschte zur Seite auf den Boden.


„Jetzt verliere ich endgültig den Verstand … das ist die Kopfwunde …“


Licht schoss aus dem Krug. Grell. Unaufhaltsam. Es breitete sich in Wellen im Raum aus. Die Dunkelheit wich.


Das Licht pulsierte.


Lebte.


Und noch bevor Layf begreifen konnte, was geschah, verlor er …


Wer bin ich?


In der Existenz Gottes erkennt der Mensch seine wahre Natur.


Das würde bedeuten, dass ich nicht wüsste, wer ich wirklich bin, solange ich Gott nicht kenne. Und ich gehe sogar noch weiter und sage: Wir leben nicht, solange wir Gott und damit die bedingungslose Liebe nicht kennen.


Dieser Text wird kontrovers sein, anecken, und es werden genügend Fragen offen bleiben, da die Subjektivität meiner Erfahrungen gegen die objektiv-kognitiv anspruchsvollen Fragen steht, die uns Menschen tagtäglich begleiten.


Warum das so ist, lässt sich einfach beantworten: Erfahrungen können tückisch sein und den Geist verwirren. Wir leben in einer fortschrittlichen Zeit, in der wir uns auf objektiv messbare Parameter einigen. Gleichzeitig sind wir lebendige und liebende Wesen, die Erfahrungen suchen. Und genau diese geistlichen Erfahrungen zu teilen, ist oft herausfordernd, wenn kein Abgleich aufgrund einer ähnlichen Erfahrung stattfinden kann. Und trotzdem werde ich versuchen, genau diese Erfahrungen zu teilen, weil ich das, was ich dabei gefunden habe, als das Wertvollste des Lebens beschreibe.


Etwas, das den Verstand überwindet. Etwas, das sich als bedingungslose Liebe Gottes erfährt. Etwas, das sich wie eine Neugeburt anfühlt. Etwas, das im Erleben unendlich ist. Etwas, das Anfang und Ende auf eins zurückführt: Liebe.


Und genau hier fängt die scheinbar unüberwindbare Diskrepanz an: Wie beschreibe ich dieses Erleben? Worte allein können es nicht, deshalb muss ich es mit meiner eigenen Geschichte tun. Mit all meinen Zweifeln, mit all meinem Groll gegen das Göttliche und mit all meinen verzweifelten Versuchen, herauszufinden, was denn die Wahrheit ist. Ich glaube, nichts ist mehr Zeugnis als das, denn Argumente und Glaubenssysteme können in Sekunden widerlegt und zerbrochen werden. Erfahrungen im Herzen bleiben. Auch wenn das für viele keine belastbaren Beweise liefert und es den Anschein macht, dass es sich um hypnotische Träumerei handelt.


Viele Jahre habe ich gesucht: mich selbst, die Wahrheit und damit am Ende auch Gott. All das gehörte zusammen. Nur wie es auf einer Heldenreise nun einmal ist: Während wir reisen, wissen wir nicht, wo wir enden. Und vor allem nicht, an welcher Etappe wir gerade stehen. Sind wir schon in der tiefsten Schlucht angekommen? Oder liegt sie noch vor uns? Und dort vorne, hinter dem Berg – liegt dort das Ende meiner Reise? Und wenn ja, wie lange noch, bis ich endlich ankomme?


Das Ende meiner Reise hat mich überrascht, verwundert, ja sogar schockiert. Natürlich bin ich immer noch ein Reisender, frisch auf meinem Weg, und werde es hoffentlich immer bleiben. Aber mit einem ehrlichen und demütigen Herzen kann ich sagen: Ich habe Gott – und damit die bedingungslose Liebe – gefunden. Und dafür habe ich viel weniger getan, als ich anfangs dachte.


Ich werde die Lesenden hier in der Du-Form ansprechen.


Und vielleicht wirst du dich in diesem Beitrag wiedererkennen – und ich bitte nur um eins: Lies es mit einem offenen Geist, denn jede Schublade, in die du diesen Text einordnest, wird etwas von der Wirkung wegnehmen.


Der fehlende Erfahrungsabgleich kann dazu führen, dass dieser Beitrag entweder als hirnrissig, wahnsinnig, psychotisch, naiv, abergläubisch, träumerisch, infantil oder lächerlich bewertet wird.


Vor einem Jahr noch hätte ich diesen Text schnellstmöglich abgeheftet, mich vielleicht noch freundlich beim Autor bedankt und wäre still weitergezogen. Ja, vielleicht hätte es noch ein naiv-psychologisches Urteil zur religiös-spirituellen Psychose gegeben, wenn auch unausgesprochen.


Und gleichzeitig bin ich durch all die Unterstützung in meiner Vergangenheit – ganz gleich ob von Freunden, Familie, Ausbildern oder Mentoren – so bewegt und verändert worden, dass ich irgendwann angetreten bin für Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und Unterstützung. Vor allem in der Zeit meiner Angststörung habe ich erfahren, wie sehr einige von uns Hilfe brauchen, auch wenn wir zumindest in den allermeisten deutschen Haushalten nicht in Armut oder akuter Kriegsbedrohung leben. Ich war ein gebrochener junger Mann und konnte nur und ausschließlich durch zwischenmenschliche und familiäre Liebe zurück ins Leben finden.


Ein Stück weit, so mein Wertekompass, trägt jeder die Verantwortung dafür, all das neugewonnene Gute und positiv Verändernde in die Welt zu tragen. Ein Forscher, der seine medizinischen Erkenntnisse nicht in die Welt bringt, verfehlt meiner Meinung nach seinen Auftrag. Nun habe ich weder etwas Neues entdeckt noch bin ich ein Wissenschaftler. Lediglich ein Suchender, der für mindestens sieben Jahre auf einer ganz bestimmten Insel umherirrte, um Gott zu finden. Eine kleine Insel, auf der es ausschließlich um dieses Thema geht, die in einer Region liegt, in der es weitere Inselgruppen gibt, die ich weder kenne noch besucht habe. Aber genau diese Insel habe ich erforscht, wie ein Besessener, der von einem alten Schatz gehört hat, der irgendwo dort verborgen liegen soll. Und fündig wurde er dann an einem Ort, den er längst für eingestürzt und begraben hielt. Doch die Aktualität dieses Schatzes könnte größer nicht sein.


Jetzt leben wir alle auf unseren Inseln des Lebens. Jede trägt ihre eigenen Themen in sich: Partnerschaft, Gesundheit, Finanzen, Spiritualität, Sinn und Familie.


Und vielleicht warst du schon lange nicht mehr auf der Insel für Sinn und Spiritualität, oder sie ist dir vielleicht auch gänzlich unbekannt. Vielleicht ist auch auf einer der anderen Inseln gerade ein ungeheures Feuer ausgebrochen, und du benötigst jede Ressource dort. Das verstehe ich.


Doch lass dich um keinen Preis der Welt davon abhalten, auf dieser Insel zu suchen. Und wenn deine Beine aufgeschürft, deine Hände müde und deine Lebensgeister schwach sind – höre nicht auf zu suchen, denn wenn du findest, wirst du feststellen, dass sich alle anderen Inseln plötzlich um genau diese Insel formieren. Und es scheint, als würden sich ganze Landschaften verändern, ja, sogar unbekannte, exotische Tiere finden den Weg zu deiner Insel. Auch neue Farben werden entstehen, und vielleicht wirst du erkennen, dass viele deiner anderen Inseln grundlegende Veränderungen benötigen. Doch diese Insel wird dein neues Zuhause. Einige werden dich für verrückt halten, und wiederum andere werden deiner Einladung folgen und ihre Insel bereisen, um ihr Glück mit dir zu teilen. Doch die Wenigsten werden dich verstehen, und viele werden dich in eine Schublade stecken und verurteilen. Doch das hat dann keine Wirkung mehr, weil der Schatz dieser Insel das Größte ist, was du jemals entdecken wirst.


Er wird dir deine wahre Natur in Gott zeigen und damit unweigerlich die wahre Natur deines Gegenübers.


Reisebeginn


Jung und naiv ging es los – die ersten Joints in der Pubertät – Philosophieren mit Freunden über Gott, das Leben und den Tod. Aufgewachsen in einer Familie, in der Papa absolut nichts mit dem Glauben zu tun haben wollte und Mama, die uns einige Jahre sonntags mit zur Kirche nahm: Taufe, und dann spätestens vor der Konfirmation wollte ich mit der Kirche nichts mehr zu tun haben und bin „ausgetreten“. Für mich galten zu dieser Zeit nur noch Beweise, Fakten und Evidenz.


Der Mensch – eingebettet in das große Rad der Zeit.


Aus einer verzweifelten Trennung und mit dem gebrochenen Herzen eines Teenagers bin ich noch einige Male zur Kirche getrottet. Mit dem Wunsch nach Halt, Trost und Gemeinschaft. Einen mich schützenden und auffangenden Gott habe ich dabei nicht gefunden.


Mit Anfang zwanzig probierte ich es noch eine Handvoll Male in unterschiedlichen Kirchen. Irgendetwas habe ich gesucht. Was genau, war mir damals nicht klar. Daraufhin verabschiedete ich mich von der Kirche, denn für mich gab es zu dem Zeitpunkt weder Trost noch eine Evidenz eines allmächtigen Gottes und vor allem keine Erfahrung göttlicher Liebe, von der die Christen so oft sprachen.

Lediglich wurde mir erzählt, dass ich ein Sünder sei. Der Effekt davon? Ein sowieso schon beschämtes und sich selbst beschuldigendes Gemüt sank noch tiefer in die Ausweglosigkeit. Ein unerreichbarer und für mich nicht existenter Gott – also ist das alles eine alte Erzählung, die mit dem wissenschaftlich aufgeklärten Bewusstsein eines Westeuropäers nicht mithalten kann.


Gott war tot für mich.


Doch nicht so, wie Nietzsche es empfand – für mich hat er nie wirklich gelebt.


Doch das beendete meine Suche nicht, sie hat sich lediglich verschoben – aus Verzweiflung, Neugier und Ratlosigkeit.


Irgendwo muss es doch antworten geben


Mich haben einige Fragen nicht in Ruhe gelassen: Was ist Wahrheit, was ist Gott, gibt es das überhaupt?


Leichtgläubig, naiv und jung entschied ich, dass es in der Kirche nicht zu finden sei.


Wo könnte ich also noch nach der Wahrheit suchen?



Wenn du weiterlesen möchtest, dann findest du das Buch kostenfrei hier als .epub Datei (nutze dafür "Bücher" auf dem iPhone und "google play books" auf Android).



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