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Die Kunst der Dualität: Wege zur inneren Ausgeglichenheit

Aktualisiert: 7. Feb.


Koi-Fische

In der Vielfalt des Lebens offenbart sich ein bemerkenswertes Phänomen: Dualität. Die Existenz von Gegensätzen und deren dynamisches Zusammenspiel prägt nicht nur unsere Welt, sondern durchzieht auch die Essenz unserer Erfahrungen. Von Licht und Dunkelheit bis zu Liebe und Angst – die Dualität durchdringt alle Ebenen des Lebens und bietet einen Einblick in eine faszinierende Dimension, in der Gegensätze nicht als Trennung, sondern als Teil eines größeren harmonischen Bildes betrachtet werden können. Lass uns eintauchen in die Tiefe der Dualität, um zu verstehen, wie sie unsere Perspektiven formt und uns zur Entdeckung von Balance und Einheit führt.


Erfahre ebenfalls, welche Möglichkeiten es gibt, die Dualität in deinen Zielen und Konflikten aufzulösen.



 

#1: Erkenne die Dualität in deinem Leben


Wie blicken Religionen auf die Dualität?


Hinduismus: Im Hinduismus ist die Dualität als "Dvaita" bekannt. Sie betrachten die Existenz als eine Dualität zwischen dem individuellen Selbst ("Atman") und dem kosmischen Bewusstsein ("Brahman"). Gleichzeitig betonen sie auch die "Advaita" oder die Nicht-Dualität, die darauf hinweist, dass letztendlich alles eins ist, und das individuelle Selbst eine Illusion ist, die durch Maya (Täuschung) entsteht.


Taoismus: Im Taoismus wird die Dualität durch das Konzept von Yin und Yang dargestellt. Yin und Yang repräsentieren entgegengesetzte, aber sich ergänzende Kräfte, die im Universum wirken. Sie betonen die Harmonie zwischen diesen gegensätzlichen Kräften und das Streben nach Ausgleich und Gleichgewicht zwischen ihnen.


Judentum: Im jüdischen Glauben gibt es eine Dualität zwischen dem Guten und dem Bösen, symbolisiert durch den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Die Existenz des Guten und Bösen wird als integraler Bestandteil des menschlichen Lebens betrachtet, und es liegt an den Menschen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um das Gute zu wählen.


Christentum: Im Christentum gibt es die Dualität von Gut und Böse, die oft als Kampf zwischen Gott und dem Teufel dargestellt wird. Die Menschen werden aufgefordert, sich für das Gute zu entscheiden und gegen das Böse anzukämpfen. Gleichzeitig betonen christliche Lehren die Einheit und Liebe Gottes als Lösung für diese Dualität.


Buddhismus: Im Buddhismus wird die Dualität als "Dvaya" bezeichnet und bezieht sich auf die Trennung oder das Gegensätzliche. Der Buddhismus strebt jedoch nach dem Zustand der Nicht-Dualität oder "Advaya", der das Überwinden der Dualität durch Erleuchtung und die Überwindung des Leidens anstrebt.


Dualität in Emotionen:


  1. Freude und Trauer: Diese Emotionen sind Gegensätze, die oft Hand in Hand gehen. Die Freude über ein Ereignis kann sich mit der Traurigkeit über Verlust oder Abschied vermischen. Ihre Existenz in unmittelbarer Nähe verdeutlicht, wie sich positive und negative Emotionen ergänzen können.

  2. Liebe und Angst: In vielen Fällen gehen Liebe und Angst Hand in Hand. Die Intensität der Liebe kann mit der Angst vor Verletzlichkeit oder Verlust einhergehen. Die gegensätzlichen Pole dieser Emotionen zeigen, wie eng miteinander verbunden sie sein können.

  3. Vertrauen und Misstrauen: Vertrauen und Misstrauen sind Gegensätze, die die Basis vieler zwischenmenschlicher Beziehungen bilden. Wenn Vertrauen vorhanden ist, kann es durch Erfahrungen des Misstrauens beeinträchtigt werden, und umgekehrt.

Dualität in Beziehungen:


  1. Dominanz und Unterwerfung: In manchen Beziehungen zeigt sich die Polarität in der Dynamik von Dominanz und Unterwerfung. Diese Gegensätze können sich abwechseln oder in bestimmten Situationen besonders deutlich hervortreten.

  2. Unabhängigkeit und Verbundenheit: In einer Partnerschaft kann die Polarität zwischen dem Bedürfnis nach Unabhängigkeit und dem Verlangen nach tiefgehender Verbundenheit auftreten. Es ist eine Balance zwischen individueller Freiheit und dem Wunsch nach Nähe und Zusammengehörigkeit.

  3. Hingabe und Autonomie: Die Polarität zwischen Hingabe an die Beziehung und dem Bedürfnis nach persönlicher Autonomie kann eine Herausforderung sein. Es ist wichtig, einen Ausgleich zwischen dem Engagement für die Partnerschaft und der Pflege des eigenen Raumes zu finden.


Dualität im Stress:


  1. Aktivierung und Entspannung: Stress kann eine Aktivierung des Körpers auslösen, die den Kampf- oder Fluchtmodus aktiviert. Auf der anderen Seite steht die Entspannung als Gegenpol, die notwendig ist, um den Körper wieder in einen ruhigen und ausgeglichenen Zustand zu versetzen.

  2. Eustress und Distress: Eustress ist die positive Form von Stress, die motivierend sein kann und uns antreibt, unsere Ziele zu erreichen. Im Gegensatz dazu steht der Distress, der negative Stress, der überwältigend sein kann und zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen kann.

  3. Anspannung und Entlastung: Die Anspannung, die durch Stress entsteht, wird oft von einer entgegengesetzten Erfahrung der Entlastung begleitet, sei es durch Entspannungstechniken, Auszeiten oder das Finden von Strategien zur Stressbewältigung.

  4. Herausforderung und Überforderung: Stress kann als Herausforderung wahrgenommen werden, die uns wachsen lässt und uns dazu ermutigt, über uns hinauszuwachsen. Gleichzeitig kann zu viel Stress zu einem Punkt der Überforderung führen, der negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden haben kann.



Zwei Köpfe bestehend aus Puzzlen


#2: Wollen- und Ablehnung


Nehmen wir an, du möchtest 5 Kilogramm abnehmen. Dein Wunschgewicht sind 70Kg. Das Wollen bezieht sich in dem Fall auf das Wunschergebnis. Zeitgleich entsteht die Ablehnung auf den Status quo - also auf den aktuellen Zustand von 75 Kilogramm Gewicht. Bedeutet: sobald ein Wollen, was meist ein Haben-Wollen (mehr Druck) da ist - "ich will unbedingt XY erreichen", baut sich zusätzlich die Ablehnung auf.


Je mehr ich möchte, umso mehr lehne ich ab.


Sind wir also frei vom Ergebnis, also indem ich in Freude und Vertrauen handle, existiert keine Ablehnung und somit auch kein Druck. Wenn also das Wollen dafür sorgt, dass ich mehr Ablehnung aufbaue, bedeutet es zwangsläufig, dass ich dann fixiert, starr und in der Kontrolle bin. Ich bin in der Überspannung. Und vielleicht kennst du es, manchmal erreicht uns genau das Richtige, wenn wir es am wenigsten erwarten oder "Haben-Wollen", bspw. eine Begegnung mit einem potenziellen Partner. Während wir vorher monatelang und krampfhaft Zeit und Energie in Datingportale gesteckt haben.



Sobald ein Wollen existiert, entsteht gleichzeitig immer Ablehnung im Raum.



#3: Dualität in Konflikten und Zielen auflösen


Die Dualitätenarbeit im Bereich der Herzensarbeit bezieht sich auf den Prozess der Auseinandersetzung mit gegensätzlichen oder konträren Aspekten des Selbst, insbesondere im emotionalen und spirituellen Bereich.


Im Kontext der Herzensarbeit wird angenommen, dass in jedem Menschen verschiedene gegensätzliche Kräfte oder Polaritäten existieren, die oft als Gegensätze wahrgenommen werden, die sich gegenseitig ergänzen oder widersprechen können. Dies kann sich auf Emotionen, Glaubenssysteme, Persönlichkeitsmerkmale oder Verhaltensweisen beziehen.


Die Dualitätenarbeit zielt darauf ab, diese Gegensätze zu erkennen, zu akzeptieren und in Einklang zu bringen, um ein Gefühl von Ganzheit und innerer Harmonie zu erreichen. Statt die Gegensätze als unvereinbar anzusehen, geht es darum, sie als Teil eines größeren Ganzen zu betrachten und sie miteinander in Ausgleich zu bringen.


Durch diesen Prozess der Dualitätenarbeit kannst du eine tiefere Selbstakzeptanz entwickeln, eine größere emotionale Integrität erreichen und in der Lage sein, Konflikte oder Spannungen zwischen verschiedenen inneren Aspekten zu lösen. Es geht um die Integration und das Verständnis der Dualitäten, um ein tieferes Verständnis des eigenen Selbst und ein größeres Maß an innerem Frieden.


Hast du Interesse am Auflösen der Dualität und Spannung in deinen Zielen und Konflikten?


Dann schreibe mir gerne eine Mail oder melde dich in den sozialen Medien bei mir.



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